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Absorptionskonstante, materialspezifische dimensionslose Grösse, die die Absorption beschreibt (Absorptionsgesetz). Der Absorptionskoeffizient μ für elektromagnetische Strahlung berechnet sich nach dem Optischen Theorem aus dem Imaginärteil k des Brechungsindex N = n-ik des betreffenden Materials zu
wobei λo die Vakuumwellenlänge ist (anomale Dispersion).
Die Bezeichnungen Absorptionskoeffizient und Absorptionskonstante werden in der Literatur, insbesondere von angelsächsischen Autoren, nicht einheitlich gebraucht. Einige Autoren schreiben den Brechungsindex nicht in der Form N = n-ik, sondern als N = n(1-iκ), d.h. k = nκ, und nennen κ den Absorptionsindex und k den Absorptionskoeffizienten.
Der Absorptionskoeffizient μ hängt von der Teilchenzahldichte ab. Unabhängig davon ist der normalerweise für Röntgenstrahlung verwendete Massenschwächungskoeffizient μ/ρ (ρ =Dichte in g/cm3), der nicht vom chemischen oder physikalischen Zustand des Absorbers abhängt. Massenschwächungskoeffizienten sind additiv; für ein Material mit jeweils pi Gewichtsanteilen (Σpi = 1) des Elements i ist
mit der Einheit cm2/g. Anstelle des Massenschwächungskoeffizienten (μ/ρ)i wird auch der ebenfalls von der Konzentration unabhängige Absorptionsquerschnitt
verwendet, der für Röntgenstrahlung und für thermische Neutronen üblicherweise in Einheiten von 10-24 cm2 tabelliert wird (Ai = Atomgewicht; NA (Avogadrosche Zahl)=6,022·1023 mol-1. Strahlungsübertragungsgleichung, Extinktion. |
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