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[von lat. antecedere=vorausgehen] von J. W. Powell (1875) geprägte Bezeichnung für einen fluvialen Eintiefungsprozess, der unter gleichzeitiger tektonischer Hebung eines Gebirges oder Krustenblocks abläuft. Der Flusslauf existierte bereits vor der Gebirgsbildung und behielt trotz der Hebung seine ursprüngliche Laufrichtung bei. Voraussetzung hierfür ist eine ausreichende Wasserführung und keine zu starken Hebungsbeträge, denn nur dann kann die Tiefenerosion mit der Hebung Schritt halten. Es bildet sich ein antezedentes Durchbruchstal (Abb.), im Gegensatz zum epigenetischen Durchbruchstal (Epigenese).
Antezedenz: Entstehung eines antezedenten Durchbruchtals. |
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