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Metallmikroskopie, Erzmikroskopie, mikroskopische Methode zur Untersuchung von stark absorbierenden, opaken (undurchsichtigen) Materialien. Hierbei wird das Objekt - ein ebener, möglichst relieffrei polierter Anschliff - mit einem Opakilluminator von oben durch das Objektiv hindurch beleuchtet. Aus einer Beleuchtungseinrichtung tritt das Licht, nachdem es gegebenenfalls einen Polarisator passiert hat, von der Seite in den Tubus ein, wo es durch ein kleines Prisma oder Glasplättchen umgelenkt wird. Beobachtet wird also im reflektierten Licht. Zu den charakteristischen Merkmalen opaker Substanzen im auffallenden Licht zählt neben dem Reflexionsvermögen R auch die Farbe und der Reflexionspleochroismus der Minerale. Das Reflexionsvermögen schwankt zwischen 1-10% bei schwach lichtbrechenden Mineralen bis zu Werten von mehr als 90% bei gediegenen Metallen. Es ist definiert als das Verhältnis von reflektiertem Lichtanteil (Ir) zur gesamten anfallenden Lichtmenge (Ig). |
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