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1) Geophysik: Begriff, der in der Isostasie Verwendung findet. Beim Pratt-Hayford-Modell (Isostasiemodelle) wird die Ausgleichsfläche sowohl für die topographischen Massen, als auch für die Fläche konstanten Druckes durch die Ebene gebildet, die durch die Basis der Säulen verläuft. Beim Airy-Heiskanen-Modell dagegen kann die Ausgleichsfläche in zweierlei Weise betrachtet werden. Wird die Ausgleichsfläche als die Fläche gesehen, welche die topographischen Massen kompensiert, so wird sie durch die Umhüllende der Gebirgswurzel gebildet. Die Ausgleichsfläche kann aber auch als die Fläche gesehen werden, auf der konstanter Druck herrscht. Eine solche Fläche geht als Ebene durch die Basis der tiefsten Gebirgswurzel. 2) Landschaftsökologie: Teile der Landschaft, die aufgrund ihrer naturräumlichen Ausstattung (Ausstattungsmerkmal) und des Leistungsvermögens ihres Landschaftshaushaltes in der Lage sind, einen ökologischen oder psychischen Ausgleich zu schaffen. Ökologische Ausgleichs- und Regenerationsfunktionen gehen v.a. von natürlichen bis naturnahen Landschaftsteilen aus, die eine Minderung der ökologischen Belastung angrenzender Landschaftsteile ermöglichen. Landschaften mit vielen Ausgleichsflächen werden als ökologische Ausgleichsräume bezeichnet. Sie sind in der Lage durch Stoffaustausch bzw. Stofftransport eine ausgleichende Wirkung auf nachbarliche Belastungsgebiete zu erzielen. Ausgleichsflächen bzw. Ausgleichsräume mit hoher landschaftlicher und biologischer Diversität fördern die psychische Ausgeglichenheit des Menschen. |
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