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Vermessungsflugzeug, ein für Luftbildaufnahmen geeignetes Flugzeug. Ein Bildflugzeug ist für den Einbau von ein oder zwei Luftbildmesskameras über entsprechenden Öffnungen im Flugzeugrumpf (Bodenluken) eingerichtet. Neben den Kameras sind Navigationshilfsmittel wie Navigationsfernrohre (Sichtnavigation), satellitengestützte GPS-Empfänger und Inertialsysteme (automatische Navigation) an Bord. Als Bildflugzeuge werden i.d.R. eine gute Sicht bietende Hochdecker oder Tiefdecker mit zwei Triebwerken genutzt. Einerseits sind für grossmassstäbige Luftbildaufnahmen relativ langsam fliegende Maschinen (etwa 200 km/h) von Vorteil, wenn Luftbildmesskameras ohne Bildwanderungskompensation eingesetzt werden. Andererseits dient eine hohe Reise- und Steiggeschwindigkeit dem schnellen Erreichen des Aufnahmegebietes. Hochbefliegungen erfordern maximale Gipfelhöhen in der Grössenordnung von 10 km. Bei grossen Flughöhen müssen die Bodenluken durch ein optisches Abschlussglas verschlossen sein. Die Bildflugcrew besteht aus dem Piloten, ggf. Kopiloten und dem Kameraoperateur. |
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