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für die Standardisierung der bodenkundlichen Profilnahme in Deutschland verbindliches Werk, derzeit in der vierten Auflage von 1994, zusammengestellt von der Arbeitsgruppe Boden als Gemeinschaftsarbeit der Geologischen Landesämter und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe der BRD in enger Absprache mit dem Arbeitskreis für Bodensystematik der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft und dem Arbeitskreis Waldhumusformen.
Kernstück ist das "Formblatt für bodenkundliche Profilaufnahme" mit den Kategorien: Titeldaten, Aufnahmesituation, horizontbezogene Daten, Profilkennzeichnung. Gegenüber der Bodenanalyse erfolgt stets eine Beschreibung des gesamten Profils inklusive der Tiefenlagen bzw. Mächtigkeiten der Horizonte bei der Merkmalserfassung unmittelbar im Gelände. Für die weitergehende Datengewinnung ist die Entnahme von Bodenproben notwendig. Desweiteren ist die Bodenkundliche Kartieranleitung in Hauptabschnitte gegliedert: "Grundlagen für Bodenkartierung" mit Herleitung und Definition bodenphysikalischer, -chemischer und -biologischer Kartierungskategorien (Bodenhorizonte) inklusive verbindlicher, EDV gerechter Kürzel und umfassender Bodensystematik, Grundlagen zu Wasser- und Lufthaushalt, Standortbewertung und Analyseverfahren sowie Adressen,
z.B. der Geologischen Landesämter.
Die Horizontbezeichnung erfolgt mit Grossbuchstaben. Für organische Horizonte: H, L, O, für
mineralische Horizonte: A, B, C, G, P, R, S, T, M, E, Y. Dazu kommen Zusatzsymbole in Form von Kleinbuchstaben, die vorangestellt für geogene Merkmale und nachgestellt für pedogene stehen.
Literatur: ARBEITSGRUPPE BODEN (1994): Bodenkundliche Kartieranleitung. - 4. Aufl. - Hannover. |
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