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Bezeichnung für meist durch Tektonik entstandene, abflusslose Becken in ariden oder semiariden Gebirgsräumen (Abb.). Durch die episodisch stattfindende, fluviale Formung weisen solche Becken eine charakteristische Abfolge verschiedener morphodynamischer Prozessbereiche auf, denen typische Formen und korrelate Sedimente zugeordnet sind. An die durch Erosion stark zerschnittenen Hänge der Gebirgsumrahmung schliessen sich schwach geneigte, relativ ebene Felsflächen, die Pedimente, an. Da auf ihnen der Durchtransport von Sedimenten vorherrscht, tragen sie meist nur eine dünne Schotterstreu. Zum Beckeninnern folgt der eigentliche Akkumulationsbereich, in dem die Pedimente zunehmend von den Schotterflächen der Bajada überlagert werden. An der Erosionsbasis im Beckentiefsten finden sich schliesslich die feinkörnigen Ablagerungen der Playa. Die fehlende Entwässerungsmöglichkeit nach aussen führt dazu, dass sich das von den umliegenden Bergen eingetragene Verwitterungsmaterial im Bolson ansammelt, wodurch das Niveau der Erosionsbasis allmählich ansteigt. Bleiben weitere tektonische Hebungen des Gebirgsrahmens aus, versinken die Berge allmählich in ihrem Abtragungsschutt.
Bolson: idealisierter Schnitt durch ein abflussloses, intramontanes Becken. |
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