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Jean Charles de, genannt le Chevalier de Borda, französischer Physiker und Geodät, * 4.5.1733 in Dax (Frankreich), † 20.2.1799 in Paris. Arbeiten zur Hydrodynamik (1766 Konstruktion der Borda-Mündung, einer speziellen Ausflussöffnung mit starker Konzentration des ausströmenden Strahls), zum Schiffsbau und zur Geometrie ebener, von Bogen begrenzter Flächen (Borda-Regel), besonders aber zur Geodäsie: Bordascher Kreis zur Messung von Winkeln in der vom Instrument und den beiden Zielpunkten gebildeten Ebene; Bimetall-Apparat zur Präzisionslängenmessung in der Landesvermessung (Basismessung) mit zwei bis vier Meter langen Platinstangen, die mit Kupferstangen verbunden waren; Pendelapparat zur Bestimmung der Länge des Sekundenpendels (Schweremessung), praktiziert im Observatorium Paris; ab 1790 Vorschlag und Mitwirkung bei der Definition und Realisierung einer neuen Längeneinheit, des Meters, als 10.000.000ster Teil eines Meridianquadranten der Erde. Mitglied der Pariser Akademie der Wissenschaften. |
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