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Bussoleninstrument, ein mit Gradeinteilung und Zielvorrichtung versehener Magnetkompass, zur Messung magnetischer Azimute αm. Man unterscheidet Röhren- und Kreisbussolen. Je nach der Art der Visiereinrichtung differenziert man auch in Diopter- und Fernrohrbussolen. Ist die Kompasskreisteilung entgegen dem Uhrzeigersinn beziffert und verläuft die Zielachse des Instruments durch den 0º-180º-Durchmesser der Teilung, so werden an letzterer mittels des Nordendes der Magnetnadel unmittelbar magnetische Azimute abgelesen. Die Genauigkeit der Richtungsmessung mit Bussolen ist nicht sehr hoch. Sie werden z.B. in der Forstvermessung oder in Aufnahmegebieten ohne dichtes Festpunktfeld zur Orientierung der Geländeaufnahmen nach Norden verwendet. Auf Theodoliten werden Bussolen als Orientierungsinstrumente montiert, während Vollkreisbussolen im Gelände ,aufgeschraubt auf Stative, eingesetzt werden. Die Zusatzinstrumente bei Theodoliten bestehen aus einem schmalen kasten- oder röhrenförmigen Gehäuse (Röhrenbussole), das parallel zum Fernrohr angebracht werden kann. Das Gehäuse enthält die Magnetnadel und den, im Gegensatz zur Vollkreisbussole, auf wenige Teilstriche oder nur einen Index reduzierten Kompasskreis. Mit einer Orientierungsbussole kann der Horizontalkreis des Theodoliten nach dem magnetischen Meridian orientiert werden, so dass magnetische Azimute gemessen werden können (Abb.).
Bussole: Ablesung des Azimutes mit dem Nordende der Magnetnadel. |
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