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v.a. in der Bodenkunde, Bodengeographie und Geomorphologie gebrauchter Begriff, der, in Abhängigkeit von sich ändernden Reliefbedingungen, die kausale Verkettung der Entwicklung von einzelnen Catena-Elementen (z.B. Bodenprofile, geomorphologische Formen) beschreibt. Ursprünglich in der Bodenkunde entwickelt, stellt das Catena-Prinzip z.B. dar, wie sich gesteuert von der Reliefposition (Ober-, Mittel-, Unterhang, Hangverflachungen) von der Wasserscheide bis zur Erosionsbasis verschiedene Bodentypen einstellen. Bezogen auf die betrachtete Massstabsebene treten dabei die bodenbildenden Faktoren, Klima und Ausgangsgestein in den Hintergrund. Damit zog in der Bodenkunde durch die stärkere Berücksichtigung der reliefabhängigen Ausprägungen von Erosion, Transport, Sedimentation und Wasserhaushalt zugleich die dynamische Betrachtungsweise der Entwicklung bestimmter Bodengesellschaften ein. Das Catena-Prinzip wurde von der Geomorphologie und Geoökologie auch auf die gesetzmässige Vergesellschaftung bestimmter Morphotope bzw. Ökotope übertragen und weiterentwickelt. |
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