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bezeichnet die Bildung von Komplexen, bei denen ein Ligand mehrere Koordinationsstellen, also mindestens zwei, an einem Zentralatom besetzt. Die Chelatisierung ermöglicht die Bildung von zyklischen Verbindungen, von denen die bekanntesten Hämoglobin und Chlorophyll sind. Grosse Bedeutung hat die Chelatisierung bei der Mobilisierung von Schwermetallen in Böden (z.B. Podsole, grundwasserbeeinflusste Böden) und Gewässern, hier v.a. die Chelatisierung von sedimentbürtigen Metallen durch den anfänglichen Phosphatersatzstoff Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) in Waschmitteln. Pflanzen scheiden im Wurzelbereich Ligandenlieferanten aus (Exsudate), die die Bildung resorbierbarer Metall-Chelate bewirken. |
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