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ein aus Cutin bestehendes Häutchen, das die Epidermis der Embryophyten an Blättern, Blüten, Stielen und Fruchtteilen überzieht und zusammen mit der Epidermis das Abschlussgewebe dieser Pflanzen bildet. Sie ist nur über den Stomata der Epidermis unterbrochen. Vor allem der Cuticula verdankt das Abschlussgewebe seine äusserst geringe Durchlässigkeit für Wasser und Gase. Im Gegensatz zu Zellinhalten und Zellwänden der Epidermis hat die wachsartige, widerstandsfähige Cuticula Chancen fossil erhalten zu bleiben. Weil die Cuticula in die Fugen zwischen den Epidermiszellen eingreift, gibt die Innenseite der Cuticula als Abdruck das Aussenrelief der Epidermis wider. Deshalb werden auf der fossilisationsfähigen Cuticula abgepauste, taxonomisch wichtige Details des Zellverbandes, z.B. Zellgrenzen und Stomata, der nicht fossil erhaltungsfähigen Epidermis überliefert. An Hand ihrer Cuticula können die im Sediment normalerweise dispers verteilten Organe der Mutterpflanze taxonomisch zugeordnet werden (Cuticularanalyse). |
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