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Dichlordiphenyltrichlorethan ist ein 1872 entwickeltes, sehr wirksames Pflanzenschutzmittel der Gruppe der Chlorkohlenwasserstoffe, dessen Wirksamkeit jedoch erst 1939 entdeckt wurde. Es wird seit 1940 eingesetzt. Aufgrund seiner Wirksamkeit, Persistenz und Fettlöslichkeit ist es ubiquitär verbreitet. Eingesetzt wurde und wird es v.a., um Insekten zu bekämpfen, die Krankheiten (z.B. Malaria, Fleckfieber, Typhus) übertragen. Es war daher jahrzehntelang weltweit das wichtigste Insektizid. Auftretende Resistenz bei verschiedenen Insekten, Berichte u.a. über die Anreicherung von DDT im Fettgewebe von Warmblütern, die Verdünnung von Eierschalen und der Verdacht, dass DDT und DDE (ein Abbauprodukt des DDT) östrogene Wirkungen auf Wirbeltiere haben, führten zum Verbot von DDT in fast allen Industrieländern. In Entwicklungsländern wird es noch, insbesondere zur Bekämpfung von Malaria übertragenden Mücken, eingesetzt, da es zur Zeit keine wirksame und preiswerte Alternative gibt. |
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