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William Morris, amerikanischer Geograph und Geologe, * 12.2.1850 Philadelphia, † 5.2.1934 Pasadena. Er schuf das Modell eines geomorphologischen Zyklus. Demnach entwickeln sich die Formen der Erdoberfläche von einem Ausgangsstadium über "jugendliche" Formen und "reife" Formen zu "greisenhaften" Formen (Altersformen). Das Endstadium ist eine peneplain (Endrumpf). Dieser Reliefzyklus, von Davis so z.B. in seinem 1899 erschienen Hauptwerk "The geographical cycle" beschrieben, diente mehr der theoretischen Durchdringung von morphologischen Prozessabläufen als der Beschreibung tatsächlicher Zustände. Dennoch beeinflusste und beherrschte dieser definierte Zyklus, insbesondere in Amerika, die Geomorphologie über Jahrzehnte. Bis heute hat die Zyklentheorie, vorwiegend aus didaktischen Gründen, ihren Platz in englischsprachigen Lehrbüchern der Geomorphologie und Physischen Geographie. |
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