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Diazo-Verfahren, Ammoniak-Kopierverfahren, Lichtpausverfahren, die auf der Lichtempfindlichkeit von aromatischen Diazoverbindungen beruhen. Als lichtempfindliches Material wird Papier bzw. Film verwendet, das mit einer lichtempfindlichen Diazoverbindung, der eine Farbstoffkomponente zugesetzt ist, beschichtet wurde. Nach der Belichtung unter einem Positiv wird das Papier Ammoniakdämpfen ausgesetzt. Dabei kuppelt an den nicht vom Licht getroffenen Stellen die Diazoverbindung mit der Farbstoffkomponente zu einem Farbstoff, wodurch ein positives Bild entsteht, das ohne weitere Behandlung haltbar ist. Eines der bekanntesten Diazoverfahren ist das Ozalid-Verfahren. Sein Name ist eine Umkehrung des Wortes Diazo unter Einschaltung eines "l" und wird als "Modewort" betrachtet. Das Diazoverfahren war in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts ein weit verbreitetes, vergleichsweise kostengünstiges und schnelles Kopierverfahren. Heute ist es nicht mehr gebräuchlich. |
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