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von Barthel Eberl 1930 eingeführte Begriff für die Kaltzeit des Unterpleistozäns, deren Typregion im bayerischen Alpenvorland die Unteren Deckschotter des Iller-Lechgletschergebietes darstellen. Benannt wurde sie nach der Donau als dem Vorfluter aller quartären Schmelzwässer aus den Alpen östlich des Rheins. Die Abgrenzung zur älteren Biber-Kaltzeit erfolgt morphostratigraphisch aufgrund von Schmelzwasserterrassen. Die Obergrenze wird je nach Bewertung der angewandten Methodik entweder in das obere Tegelen (Säugerstratigraphie) oder an die Brunhes-Matuyama-Grenze gestellt (Palynologie, Paläomagnetik) und ist weiterhin in Diskussion. Es ist davon auszugehen, dass Gletscherzungen aus den Alpen während der Donau-Kaltzeit in das Vorland vordrangen, ohne dass es jedoch zu einer ausgeprägten Vorlandvereisung gekommen ist. Die Donau-Kaltzeit ist identisch mit der in norddeutsch-holländischer Nomenklatur Eburon-Kaltzeit (Eburon) genannten Epoche und begann vor ca. 500.000 Jahren. Klimageschichte, quartäres Eiszeitalter, Quartär. |
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