| |
Festkörper, der nur aus einem Kristallindividuum besteht. Dies bedeutet, dass keine Korngrenzen mit grossen Orientierungsunterschieden der angrenzenden Körner vorhanden sind. Die Bezeichnung "Einkristall" ist sehr fliessend und hängt im wesentlichen vom Zusammenhang ab. Während die Subkörner oder Mosaikblöcke der einkristallinen Turbinenschaufelblätter eines Hochleistungsstrahltriebwerks noch Orientierungsunterschiede von mehreren Grad aufweisen können, sind die in der Halbleiterindustrie eingesetzten Einkristalle nahezu frei von Versetzungen und Kleinwinkelkorngrenzen. Derartige Kristalle kommen dem Idealkristall am nächsten. Natürlich gewachsene Einkristalle sind meist Mosaikkristalle, d.h. Einkristalle mit einer Reihe von Kleinwinkelkorngrenzen, die i.d.R. jedoch nur kleine Winkelunterschiede der Kristallite in der Grössenordnung von wenigen hundertstel bis zehntel Grad zeigen. |
|