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Gletscherstausee, See in einer durch Eismassen des Gletschers bzw. Eismassen und Moränen abgedämmten Hohlform (Trompetentälchen Abb.). Häufig entstehen Eisstauseen an der Einmündung von eisfreien Nebentälern in das noch eiserfüllte Haupttal. In Eisstauseen werden sogenannte Bändertone (Warven) sedimentiert, die nach Verschwinden des Sees der einzige Hinweis auf seine frühere Existenz sind. Eisstauseen können überlaufen bei rascher Schneeschmelze, Eisabbruch vom Gletscher oder bei Starkniederschlägen, der Überlauf zerschneidet die abdämmende Moräne sehr schnell und es kann zu einer plötzlichen Entleerung des Sees kommen. Ähnliches gilt, wenn der Moränenwall dem grossen Wasserdruck nicht standhält und durchbrochen wird. In beiden Fällen entsteht für die Siedlungen und ihre Bewohner talabwärts durch die Flutwelle eine hochgefährliche Situation. Eisstauseen bilden daher eines der bedeutendsten Gefahrenpotentiale in vergletscherten Gebieten, insbesondere im Hochgebirge. Sie müssen regelmässig und sorgsam vermessen und bei Gefahr gegebenenfalls künstlich entwässert werden. |
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