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E-Modul, die Kenngrösse zur Beschreibung der Verformungseigenschaften von Gestein und Gebirge. Im einfachsten Fall wird die Kenngrösse mit Hilfe eines einaxialen Druckversuches an einer zylindrischen Gesteinsprobe ermittelt. Dazu wird die axiale Spannung σ in der Probe mit einer konstanten Dehnungsrate zunächst gesteigert und anschliessend entlastet. Aus der Steigung des Entlastungsastes der Spannungsdehnungslinie lässt sich an der Sekante vereinfachend ein Elastizitätsmodul E bzw. der Entlastungsmodul des Gesteins nach dem Hookeschen Gesetz
bestimmen. Vereinfachend deshalb, weil sich genau genommen die Dehnungen Πbei der Gesteinsprüfung meistens aus reversiblen (elastischen) und irreversiblen (nicht-elastischen) Anteilen zusammensetzen (elastische Eigenschaften), also von einem elastischen Verhalten im Sinne der Elastizitätstheorie eigentlich nicht gesprochen werden kann. Um den Elastizitätsmodul des Gebirges also eines geklüfteten, geschieferten oder geschichteten Körpers - zu bestimmen, sind Versuche an Gesteinsproben nur eine erste Orientierung. Soll der Elastizitätsmodul des Gebirges bestimmt werden, müssen die Probekörper eine statistisch hinreichende Zahl von Gefügeelementen enthalten, was meist nur an Probekörpern sehr grosser Abmessungen mit Kantenlängen im Meterbereich gegeben ist. Solche Versuche werden dann nicht im Labor, sondern in situ ausgeführt, z.B. mit Hilfe des Plattendruckversuches oder des Dilatometerversuches. EFe |
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