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Bodentemperatur, Temperatur im Erdboden. Die Messung der Erdbodentemperatur erfolgt üblicherweise unter einer vegetationsfreien Fläche in 2, 5, 10, 20, 50 und 100 cm Tiefe (Abb.). Die tagsüber starke Aufheizung der Bodenoberfläche aufgrund der einfallenden Sonnenstrahlung wird teilweise über den Bodenwärmestrom in den Erdboden weitergeleitet. Da es sich hierbei um einen grösstenteils molekularen Transport handelt, benötigt die in den Boden eindringende Wärme eine gewisse Zeit, bis sie eine bestimmte Tiefe erreicht. Während das Temperaturmaximum an der Erdoberfläche mit dem Sonnenhöchststand zusammenfällt, verzögert es sich um so mehr, je tiefer man im Boden misst. Ab etwa 50 cm Tiefe beträgt die Phasenverschiebung fast zwölf Stunden. Gleichzeitig nimmt die Amplitude des Tagesganges mit der Tiefe ab, da ein immer grösseres Bodenvolumen erwärmt werden muss. Ab etwa 1 m Tiefe ist kein Tagesgang mehr vorhanden. Eine Veränderung im Jahresgang verschwindet erst ab einer Tiefe von 10-15 m. Die Erdbodentemperatur im Laufe eines Tages und eines Jahres hängt von der Bodenbedeckung, der Bodenart und damit der Wärmeleitfähigkeit und der Wärmekapazität, sowie von der Bodenfeuchte ab.
Erdbodentemperatur: Tagesgang der Temperatur in unterschiedlicher Tiefe im Erdboden. |
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