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Sandwüste, Nefud (Arabien), Kum (Asien), Edeyen (Ostsahara), ursprünglich arabische Bezeichnung für Dünenmassive unterschiedlicher Ausdehnung. Von der Geomorphologie inzwischen jedoch übertragen auf alle grossen Dünengebiete in Trockengebieten, in denen äolische Sande mindestens 20% des Bodens bedecken. Daneben können auch Sandtennen und sandfreie Areale vorkommen. Die dominierende äolische Akkumulationsform (äolische Akkumulation) in Ergs ist die Draa. Ergs kommen in allen grösseren Wüsten der Erde vor, wo durch mächtige alluviale Aufschüttungen und/oder Zerfall von Sandstein grosse Sandmengen für den äolischen Transport bereitgestellt wurden. Die meisten Ergs sind daher in ihrer Anlage Paläolandschaften, die zurückgehen auf Zeiten grösserer fluvialer Dynamik und/oder intensiverer Verwitterung, und die erst unter aridem Klima äolisch überformt wurden. Der Rub' al Khali auf der arabischen Halbinsel ist mit 650.000 km2 der grösste Erg der Erde. Daneben gibt es zahlreiche fixierte Ergs (Altdüne) z.B. in der Sahelzone, im südlichen Afrika oder im Präriengebiet von Nebraska (USA), die während der Trockenperioden des Pleistozäns entstanden. |
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