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aus der Bergmannssprache übernommene Bezeichnung für Sulfide unterschiedlicher Zusammensetzung, jedoch mit kristallographisch und physikalisch ähnlichen Merkmalen, welche die wichtige diagnostische Eigenschaft, den "fahlen" Glanz, ausdrückt. Alle Fahlerze sind grau bis schwarz mit olivfarbenem Strich, ohne Spaltbarkeit und einer Dichte von 4,6-5,2 g/cm3. Ihre Bildung ist hauptsächlich hydrothermal, je nach Zusammensetzung werden sie als Kupfer-, Silber-, Quecksilber- und gelegentlich auch als Arsenerze genutzt. Wichtigste Fahlerze sind Tetraedrit (Antimonfahlerz, Cu12Sb4S13) und Tenantit (Arsenfahlerz, Cu12As4S15) und deren Mischkristalle (Abb. 1 u. 2). Sie sind meist tetraedrisch ausgebildet. Durchkreuzungszwillinge sind nicht selten. Weitere Fahlerze sind: Freibergit (silberreiches CuSb-Fahlerz), Schwazit (Hermesit, quecksilberreiches CuSb-Fahlerz), Annivit (Cu-As-Bi-Fahlerz) und Goldfieldit (tellurreiches Fahlerz). Zur Fahlerzgruppe gehören ausserdem Germanit (Cu3(Ge,Fe)S4), Colusit (Cu3(Fe,As,Sen)S4), Hakit ((Cu,Hg)3Sb(Se,S)3,25 bzw. (Cu,Hg)3SbS3) und Skinnerit (Cu3SbS3).
Fahlerz 1: Kristallform von Tetraedrit: Kombination von Tetraeder und Würfel.
Fahlerz 2: Kristallform von Tetraedrit: Durchwachsungszwilling. |
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