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Sättigung, Buntgrad, Buntheit, Farbkraft, chroma, saturation, Merkmal der Farben, das ihre Reinheit, d.h. den Grad der Beimischung von Weiss und/oder Schwarz beschreibt. Reine Farben werden als satte Farben bezeichnet. Die Farbsättigung ergibt sich aus den Energieunterschieden der dominierenden zu den übrigen Wellenlängenbereichen des auf das Auge einwirkenden Lichtes. In den Farbenkörpern wird die Farbsättigung durch den Abstand einer Farbe von der Körperachse veranschaulicht. Mit schrittweiser Entsättigung der reinen Farbe entstehen spezifische Farbreihen.
Die Farbsättigung ist keine graphische Variable, da auch bei Kenntnis farbtheoretischer Zusammenhänge vor allem die Farbhelligkeit und der Farbton wahrgenommen werden. Allein auf Entsättigung beruhende Farbreihen wirken durch die Helligkeitsunterschiede ihrer Stufen. Satte Farben werden in der Kartographie vornehmlich als Füllung in Positionssignaturen und Diagrammen sowie als Strichfarben verwendet, während man aufgehellte Farben in erster Linie für den flächenhaften Untergrund einsetzt. Gleichermassen kann der Gegensatz zwischen klaren (satten) und trüben (entsättigten) Farben zur Farbenplastik beitragen. |
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