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Auftrennung eines Musters in eine Figur und einen Hintergrund. Bei optischen Wahrnehmungsakten hebt sich ein Teil des Wahrnehmungsfeldes als Figur vom Grund (Hintergrund) ab. Damit ist eine erste grundlegende Gliederung des Blickfeldes gegeben. Diese Beziehung ist nicht statisch. Da in der Regel derjenige Teil des Blickfeldes Figur ist, dem die besondere Aufmerksamkeit des Wahrnehmenden gilt, kann ein Aufmerksamkeitswechsel auch eine Änderung der Figur-Grund-Organisation zur Folge haben, so dass der Grund plötzlich als Figur hervortritt (Kippfiguren, Vexierbilder, Inversionsfiguren). Die Beachtung dieser Prozesse im Rahmen der graphischen Gestaltung kartographischer Medien, z.B. bei der Modellierung komplexer Mehrschichtenkarten, erleichtert Suchprozesse und ermöglicht eine klare Trennung unterschiedlicher thematischer Ebenen (Gestaltgesetze). |
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