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Frequenzabhängigkeit |
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1) Das Ausmass der Emission von Wärmestrahlung der Erdoberfläche und/oder der Atmosphäre im Mikrowellenbereich des elektromagnetischen Spektrums ist direkt proportional zum Emissionsvermögen Î(λ) und zur Frequenzbandbreite Δνν der Antennenmessung. Frequenzabhängigkeit besteht somit in bezug auf das objektspezifische Emissionsvermögen, das nicht nur von der Beschaffenheit der Oberfläche, den Materialeigenschaften der Oberflächenschicht abhängt, sondern auch eine komplizierte Funktion der Frequenz, der Beobachtungsrichtung sowie der Polarisationsrichtung ist. Die wichtigste Materialeigenschaft für das Emissionsvermögen wird durch die komplexe relative Dielektrizitätskonstante angegeben, die sich aus einem reellen Teil und einem imaginären Teil zusammensetzt. Der Imaginärteil ist ein Mass für die frequenzabhängige elektrische Leitfähigkeit des emittierenden Materials.
2) In Abhängigkeit von der Frequenz werden Fernerkundungssysteme im Mikrowellenbereich (passive oder aktive Mikrowellensysteme) in unterschiedlichen Bandbereichen arbeiten. In der Fernerkundung kommen vor allem L-Band (390 MHz-1,55 GHz), S-Band (1,55 GHz-4,20 GHz), C-Band (4,20 GHz-5,75 GHz) und X-Band (5,75 GHz-10,90 GHz) zum Einsatz. Insbesondere der Transmissionsgrad der Atmosphäre und die Eindringtiefe von Mikrowellen in die Oberflächenschicht des Geländes nehmen mit abnehmender Frequenz zu. Auch die elektrischen Materialeigenschaften, repräsentiert durch die komplexe relative Dielektrizitätskonstante, besitzen ausgeprägte Frequenzabhängigkeit. |
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