| |
dichter kryptokristalliner Magnesit mit der chemischen Formel: MgCO3, im Gegensatz zum grobkristallinen Spatmagnesit. Er entsteht durch die Zufuhr von Kohlensäure zu Magnesiumsilicaten, wobei das Magnesiumcarbonat anfangs in kolloidaler Form als Gel ausgeschieden wird, wie die blumenkohlähnlichen Knollen und die Schrumpfungsrisse senkrecht zu den Rändern oberflächennaher Gänge erkennen lassen. Der Transport erfolgte als wasserhaltiges Mg-Carbonat (Nesquehonit). Gelmagnesit tritt meist gangförmig in Mg-reichen Gesteinen, insbesondere in Serpentiniten und in Duniten, auf. Er kommt vor auf Chalchidike und Eubea (Griechenland), Eskishehir (Anatolien) und Kraubath (Österreich). Wirtschaftliche und technische Bedeutung hat er als refrakterer Sintermagnesit und zur Herstellung von Estrichen. |
|