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jede Versetzung ist durch ihren Burgers-Vektor 
, d.h. den kürzesten Gittervektor in Gleitrichtung und durch ihre Gleitebene mit zugehörigem Normalenvektor 
charakterisiert. Beide zusammen bilden das Gleitsystem. Bei Raumtemperatur treten in Metallen z.B. folgende Kombinationen auf:

= a/2 <110 > ,

={111} für kubisch flächenzentrierte Gitter; 
= a/2 <111 > ,

= {110}, aber auch 
={112} für kubisch innenzentrierte Gitter; 
= a/2 < 
110 > ,

={0001} für hexagonale Kugelpackungen mit c/a > (c/a)ideal. Bei Metallen zeigt im allgemeinen 
entlang der kürzesten Gitterrichtung, und 
entspricht der Normalenrichtung der dichtest belegten Ebene, da hier die Potentialmulden für den Gleitprozess am niedrigsten sind. Bei höheren Temperaturen können jedoch auch neben den eben diskutierten primären Gleitsystemen sekundäre Systeme aktiv werden, die dann eine höhere kritische Schubspannung besitzen. Für Kristalle, in denen die Bindungsverhältnisse stark anisotrop oder gerichtet sind, kann keine allgemeingültige Regel für mögliche Gleitsysteme angegeben werden. |
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