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Bezeichnung für Risse und Spalten im Eis, die im Rahmen der Gletscherbewegung an der Gletscheroberfläche entstehen, wenn auftretende Zerrkräfte die Scherfestigkeit des Eises überschreiten. Gletscherspalten treten besonders häufig auf a) an Gefällsversteilungen in Form von zahlreichen Querspalten, im Extremfall auch als Eisbruch, b) zum Gletscherrand hin als Randspalten, bei reibungsbedingten Fliessgeschwindigkeitsunterschieden, c) nach dem Passieren von Engstellen als Längsspalten, im Rahmen verstärkter Querbewegungen und d) am divergierenden Gletscherende als Radialspalten. Die maximale Tiefe von Gletscherspalten beträgt rund 30 m, da sich das tiefere Eis bedingt durch den zunehmenden Druck plastisch fliessend bewegt und daher weitestgehend spaltenfrei ist. Ortsfeste Gletscherspalten sind der Bergschrund und die an der Schwarz-Weiss-Grenze zwischen Fels und Gletschereis entstehende, bewegungsunabhängige Randkluft. HRi |
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