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Bezeichnung für die Gewichtsdifferenz zwischen Abdampf- bzw. Trockengewicht und Glührückstand (600°C). Darunter wird in der Bodenkunde der Gewichtsverlust, der beim Glühen von trockenen Bodenproben entsteht, verstanden. Dieses Verfahren wurde früher häufig eingesetzt, um den Gehalt an organischer Bodensubstanz zu ermitteln. Allerdings kann man den Gehalt an organischer Bodensubstanz nur dann mittels Glühverlust ermitteln, wenn die Bodenprobe keine Tonminerale und Carbonate enthält. Diese Bodenkomponenten geben beim Glühen gleichfalls Stoffe (Kristallwassers bzw. Kohlendioxid) ab, erhöhen also den Gewichtsverlust. Dies führt zu entsprechend überhöhten Werten für die organische Bodensubstanz. Daher wird der Gehalt an organisch gebundenem Kohlenstoff nach trockener Verbrennung aus dem Gesamt-Kohlenstoffgehalt bestimmt (Elementaranalyse). |
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