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Verfahren zur grossflächigen Entwässerung von Böden durch ein System künstlicher Wasserläufe (Gräben, Grüppen). Je nach Grösse und Funktion werden die Gräben unterteilt in Hauptgräben (Sohlbreite über 0,5 m) sowie in Nebengräben. Die Abstände und Abmessungen der Gräben werden bestimmt durch die abzuführende Wassermenge, die Bodenart und das Gefälle. Sie werden mittels hydraulischer Fliessformeln berechnet. Die Grabentiefe hängt von der erforderlichen Entwässerungstiefe ab und liegt bei Grünland bei 0,6-0,9 m bei Ackerland ist sie um ca. 50% grösser. Während in der Vergangenheit über Jahrhunderte eine Entwässerung ausschliesslich mit Hilfe von offenen Grabensystemen durchgeführt worden ist, hat sich wegen der damit verbundenen betriebswirtschaftlichen Nachteile heute allgemein die Dränung durchgesetzt. Zu den Nachteilen der Grabenentwässerung gehören u.a. ein Verlust von landwirtschaftlicher Nutzfläche, der bis zu 15% betragen kann, Erschwernisse bei der Bewirtschaftung, die notwendige Anlage von Brücken und Durchlässen sowie ein erhöhter Unterhaltungsaufwand. EWi |
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