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Sickerströmung, Wasserbewegungen, die sich in einem durchlässigen Untergrund (Sand, Kies u.ä., jedoch nicht klüftiger Fels) beim Zulauf zu Wasserentnahmen, bei der Unter- und Umströmung von Stauanlagen und bei Durchsickerung von Erddämmen aus durchlässigem Material infolge einer Wasserspiegeldifferenz einstellen. Eine genaue Bestimmung der praktisch auftretenden Strömungsvorgänge ist durch die schwankenden Bodenwerte und die oft nicht vorhandene Homogenität des durchströmten Bodenkörpers schwierig. Erschwerend wirkt auch, dass die Durchlässigkeit in waagerechter und senkrechter Richtung verschieden ist. Idealisiert man jedoch die Verhältnisse für die rechnerische Behandlung, so lässt sich die Mehrzahl der auftretenden Probleme lösen. Die rechnerische und experimentelle Behandlung der Grundwasserströmung setzt voraus, dass ein homogener Untergrund für den gesamten Bereich des Strömungsfeldes vorliegt oder mit genügender Genauigkeit angenommen werden kann. Im Untergrund herrscht allgemein ein laminares Fliessen, so dass mit hinreichender Genauigkeit das Darcy-Gesetz gilt, d.h. die Strömungsverluste sind proportional zur Geschwindigkeit. |
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