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[von lat. habitus=äussere Erscheinung], 1) Mineralogie: Kristall-Habitus, bezeichnet die verschiedenartige äussere Gestalt von Kristallen, welche Kristalle gleicher Tracht (Gesamtheit aller Formen und Flächen), bedingt durch unterschiedliche Wachstumsbedingungen und die relative Flächenentwicklung, aufweisen. Als extreme Formen unterscheidet man einen planaren Habitus, der tafelig bis blättrig sein kann (Abb. a) und einen prismatischen Habitus, der strahlig, stengelig, säulig oder auch faserig ausgebildet sein kann (Abb. b). Tritt keine bevorzugte Richtung auf, spricht man von isometrischen Formen (Abb. c). 2) Ökologie: das Gesamterscheinungsbild von Lebewesen. Hierzu zählen die Gestalt, Färbung, Zeichnung, Oberflächenbeschaffenheit und das Verhalten.
Habitus: unterschiedlicher Habitus bei gleicher Kristalltracht. Kombination von Prisma und Basis bei hexagonalen und tetragonalen Kristallen: a) planar-blättrig, b) prismatisch, c) isometrisch. |
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