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Haufenlaugung, heap leaching, Verfahren zur Gewinnung von niedriggehaltigen Erzen, insbesondere von Gold. Das seit etwa Mitte der 1980er Jahre verbreitet zum Einsatz kommende Verfahren erlaubt es, Lagerstätten bis hinunter zu einem Goldgehalt von 1 Gramm pro Tonne wirtschaftlich rentabel abzubauen. Dazu wird das im Tagebau gewonnene, i.d.R. lateritisch verwitterte, nur grob zerkleinerte Erz auf abdichtenden Folien aufgehäuft und mit Zyanidlösung beregnet. Das im Gestein fein verteilte Gold geht als Zyanidkomplex in Lösung. Die goldangereicherte Lösung wird in Tanks aufgefangen und das Gold ausgefällt, häufig adsorptiv an Aktivkohlepartikeln. Diese Methode ist für sulfidische Erze nicht geeignet, da die Zyanidlösung in der Regel nicht in der Lage ist, Gold aus Sulfiden herauszulösen. |
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