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Feldhecke, langgezogene, ein- oder mehrreihige, bandförmige Kleingehölze innerhalb der Kulturlandschaft. Die Hecken sind mehrheitlich anthropogenen Ursprungs und werden sporadisch gepflegt und geschnitten oder können als letzte Reste des mitteleuropäischen Waldes auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche angesehen werden. Pflanzensoziologisch sind Hecken verselbständigte Waldmantelgesellschaften, also quasi zwei aneinander grenzende Waldränder ohne eigentlichen Wald dazwischen. Die in der Heckenmitte dominierenden Laubgehölze sind sehr lichtbedürftig, haben eine geringe Höhe und ein hohes Stockausschlagvermögen. Im dicht schliessenden Heckeninnern sind Lianenarten und Spreizklimmer sehr häufig. Am Rande der Hecke dominiert die Krautflora. Die Hecken bestehen aus mehrheitlich anspruchslosen, heimischen Gewächsen, die auch auf wenig fruchtbaren Standorten relativ rasch wachsen. Die landschaftsökologische und -ökonomische Bedeutung der Hecke liegt in ihrer Funktion als Lebensraum und Rückzugsrefugium v.a. für Vögel und Kleinsäuger, als Vernetzungskorridor für die ländliche Tier- und Pflanzenwelt (Biotopverbundsystem), als Wind-, Sicht-, Erosions- und Sonnenschutzbepflanzung sowie als klimatisch ausgleichendes und die Biodiversität erhöhendes Landschaftselement oder Grünelement (Abb.). Als Element der Kulturlandschaft dienen sie der Abgrenzung von Felder, Wiesen und Weiden. Eine durch Hecken charakterisierte Kulturlandschaft ist die Heckenlandschaft. Weil der Bestand von Hecken durch Flurbereinigung und die intensive Ackernutzung gefährdet ist (Ausräumung der Kulturlandschaft), werden sie teilweise geschützt, um ihre positiven Wirkungen zu erhalten. Knick.
Hecke: schematische Darstellung. |
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