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Chrysophyta, natürliche Abteilung der Protista mit selbst in hochkomplexen elektronenmikroskopischen Strukturen übereinstimmenden Taxa. Die photoautotrophe Zelle ist heterokont, d.h. sie trägt eine kurze nach hinten gerichtete Geissel ohne Flimmern und eine lange, nach vorne gerichtete Flimmergeissel, die mit zwei Reihen von steifen Flimmerhaaren besetzt ist. Diese Mastigonemen genannten Flimmern bestehen aus einer Basis, einem tubulären Schacht und einem bis mehreren terminalen Haaren. Die Chloroplasten enthalten als Pigmente Chlorophyll a und c, beta-Carotinoide und verschiedene Xanthophylle. Von den fünf Klassen der Heterokontophyta sind die Bacillariophyceae (Diatomeen) in der Erdgeschichte am weitesten verbreitet. Ihre Kieselskelette sind oft sedimentbildend und seit der Unterkreide bekannt. Vor allem in Süsswassersedimenten findet man seit der Oberkreide aus Kieselsäure bestehende Zysten der Chrysophyceae. Die Phaeophyceae (Braunalgen) haben hingegen nur ein geringes Fossilisationspotential. Extrem selten sind Funde von Xanthophyceae seit dem Neogen, und Chloromonadophyceae sind nur rezent bekannt. |
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