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Gebirgskarte, eine Kartenart, die die Darstellung von alpinen Gebirgsregionen mit detailreicher Darstellung des Reliefs und der Bodenbedeckung in Massstäben zwischen 1:25.000 und 1:100.000 zum Gegenstand hat. Die Kartierung des alpinen Steilreliefs und seine Wiedergabe in einer Exaktheit und Anschaulichkeit verbindenden Darstellung war und ist bis in die Gegenwart eine schwierige Aufgabe. In der zweiten Hälfte des 19. Jh. entwickelten die Alpenvereine spezifische Alpenvereinskarten. Auf Hochgebirgskarten werden über die für topographische Karten üblichen Objekte hinaus in der Schutt- und Felsregion mit besonderen Methoden der Felsdarstellung typische Felsstrukturen wiedergegeben und die charakteristischen Hochgebirgsformen (Kare, Blockhalden, Schuttfächer) sowie die Firn- und Gletscherflächen mit ihren typischen Strukturen (Moränen, Spaltensysteme, Gletscherbrüche) dargestellt. Solche Karten dienen einerseits den Bergwanderern und Bergsteigern als topographische Orientierungshilfe, sind aber zugleich eine wissenschaftlich bedeutsame Dokumentation der jeweiligen Hochgebirgsregion für den Zeitpunkt der Kartenaufnahme. Eine besondere Art der Gebirgskarten sind die Gletscherkarten. WSt |
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