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indentation tectonics, ein für die Kontinentalkollision Indiens mit dem asiatischen Kontinent entwickeltes Modell zur Erklärung der Störungskinematik in Ostasien. Die indisch-australische Platte dringt mit dem Kontinent Indien nach der ersten Kollision vor 40 Mio. Jahren weiter in die kontinentale asiatische Platte mit einer gegenwärtigen Geschwindigkeit von ca. 50 mm/a ein. Dies führt einerseits zu weiterer Krustenverdickung im Himalaya durch subduktionsähnliche Unterschiebung (A-Subduktion) der indischen Kruste unter die asiatische Kruste, andererseits zu dextralen und sinistralen Seitenverschiebungen an einem grossen, konjugierten Kluftscharen ähnlichen System von vertikalen Scherbrüchen. Diese durchziehen die asiatische Kruste und zerlegen sie in Blöcke. Während die Blöcke nördlich und nordwestlich des Indenters Indien fest in die asiatische Lithosphäre eingespannt sind, können nordöstlich und östlich liegende Blöcke in Richtung auf das westpazifische Subduktionssystem ausweichen und werden damit stärker verschoben (Ausweichtektonik). |
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