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Teilbereich der Hydrologie, der sich mit der Anwendung von Isotopen für hydrologische Untersuchungen befasst. Sie beruht im wesentlichen darauf, dass a) Wasser von Natur aus stabile und oft auch radioaktive Isotope enthält und dadurch markiert wird. Zusätzlich gelangen seit einigen Jahrzehnten künstliche radioaktive Isotope als Abfallprodukte von Kernreaktoren und Kernwaffenversuchen in die Umwelt und damit in den Wasserkreislauf. Dadurch wird eine unbeabsichtigte Markierung des Wassers bewirkt (Umweltisotope); b) Oberflächenwasser, Grundwasser und Feststoffe durch absichtliche Zugabe von radioaktiven oder aktivierbaren Substanzen markiert werden können (Tracerhydrologie); c) durch Strahlung eines radioaktiven Stoffes im Boden Wechselwirkungen eintreten können, deren Ausmass bestimmte Bodeneigenschaften wie Dichte und Wassergehalt charakterisiert. Wichtigstes Anwendungsgebiet von Isotopenmessungen sind Untersuchungen des natürlichen Wasserkreislaufes. Dabei sind die Hauptziele die Erforschung hydrologischer Zusammenhänge, hydrogeologischer Verhältnisse, Verweilzeiten von Grundwasser und die Abschätzung des Schadstofftransportes. |
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