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Wilhelm, deutscher Geodät, * 1.3.1842 Ellwangen, † 17.4.1899 Hannover; 1868-81 Professor für praktische Geometrie und höhere Geodäsie in Karlsruhe, danach desgleichen in Hannover bis zum Tod. 1873-74 führte er als Teilnehmer der Expedition von Rohlfs astronomische, Höhen- und bereits photogrammetrische Messungen in der Libyschen Wüste durch. 1875 Ehrendoktor der Universität München. Verdient um die Entwicklung des Vermessungswesens in Deutschland; 1872 beteiligt an Gründung des "Deutschen Geometervereins" (bis heute DVW "Deutscher Verein für Vermessungswesen") und erster Schriftleiter von dessen "Zeitschrift für Vermessungswesen" (ZfV). Bedeutend ist sein "Handbuch der Vermessungskunde" (2 Bände, 1877-78), das ca. 90 Jahre lang in zahlreichen überarbeiteten und stark erweiterten (zehn Bände) Auflagen erschien (Jordan-Eggert-Kneissl). Weitere Werke: "Das deutsche Vermessungswesen" (1882), "Grundzüge der astronomischen Zeit- und Ortsbestimmung" (1885). |
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