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Bestand an Karten, Atlanten, Globen, kartenverwandten Darstellungen, Reliefmodellen und kartographischem Schrifttum in Archiven, Bibliotheken, Museen, wissenschaftlichen und behördlichen Einrichtungen sowie in kartographischen Verlagen. Zunehmend werden auch digitale Produkte der Kartographie und Fernerkundung in Kartensammlungen eingeordnet. Bestand und Neuerwerb können auf regionale, thematische, historische oder dem Arbeitsprofil einer Einrichtung entsprechende Schwerpunkte ausgerichtet sein.
Die bibliographische Erfassung und Katalogisierung weist gegenüber anderen Bibliotheksbeständen Besonderheiten auf. Neben Kartentitel, Autor und Angaben zur Herausgabe werden die dargestellte Region, die Zuordnung zu einem Kartenwerk (Blattname und -nummer), Massstab und Format, Kartographen und die Herstellungstechnik berücksichtigt. Für vielblättrige Kartenwerke sowie für Bestände an Luftbildern und Satellitenbildern sind Blattübersichten oder vergleichbare Übersichten zur raschen Ermittlung von Blattschnitten unverzichtbar. Karten werden in der Regel plano in Kartenschränken oder Hängevorrichtungen aufbewahrt. Die bedeutendsten Kartensammlungen Deutschlands haben die Staatsbibliothek zu Berlin - Stiftung Preussischer Kulturbesitz (ca. 1 Mio. Einheiten), die Deutsche Bibliothek Frankfurt (M.)/Leipzig, Landesarchive und -bibliotheken sowie traditionsreiche geographische Universitätsinstitute und kartographische Anstalten. Die weltgrösste Kartensammlung befindet sich in der Library of Congress, Washington, USA (ca. 4 Mio. Einheiten). |
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