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unter feuchttropischen Klimabedingungen auf Carbonatgesteinen entstehende Karstlandschaft, die im Gegensatz zum mediterranen Karst von Vollformen, den Karstkegeln, geprägt ist. Je nach Region werden sie auch als Mogotes, Haystacks, Mamelons, Mornes oder Pitons bezeichnet. Intensive Korrosionsvorgänge schaffen tiefe Hohlformen, zwischen denen die Kuppen erhalten bleiben. Die als cockpits bezeichneten Hohlformen haben daher meist einen sternförmigen Grundriss mit nach innen gewölbten Begrenzungslinien. Ihr Tiefenwachstum endet oft erst mit dem Erreichen nicht lösungsfähiger Gesteine unter den Carbonatgesteinen oder im Niveau des Vorfluters, also häufig nahe dem Meeresspiegelniveau (Abb. 1). Fortgesetzte Korrosion an der Basis der Kuppen führt zur Versteilung ihrer Flanken und damit zur Ausbildung der typischen Karstkegel, die teilweise als isolierte Formen aus der Ebene aufragen. Durch weitere Korrosion der Kegel entstehen schliesslich die steilwandigen Karsttürme, die vielfach selbst zahlreiche Lösungsformen aufweisen: an der Basis der Türme, im Übergangsbereich zur bodenbedeckten Ebene finden sich Korrosionshohlkehlen und die grösseren Fusshöhlen an denen manchmal Deckenkarren ausgebildet sind. In grösserer Höhe auftretende Höhlen werden als Halbhöhlen bezeichnet. Des weiteren können vor den Höhlen Aussenstalaktiten hängen (Abb. 2).
Kegelkarst 1: schematische Darstellung der Karstentwicklung in den Tropen mit a) Initialstadium, b) Kuppenkarst mit Cockpits, c) Kegelkarst und d) Turmkarst.
Kegelkarst 2: Kegelkarst im Querschnitt mit a) Fusshöhle, b) Halbhöhle mit c) Aussenstalaktiten, d) Karstschlote, e) Karstgasse, f) isolierter Karrenstein. |
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