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beschreibt den Grenzzustand der Tragfähigkeit bezüglich der Schiefstellung eines Bauwerkes durch aussermittig angreifende Kräfte oder Setzungsdifferenzen durch unterschiedlich mächtige setzungsfähige Schichten im Untergrund. So lange der Schwerpunkt eines Körpers lotrecht oberhalb seiner Standfläche liegt, befindet er sich in einem stabilen Gleichgewicht. Liegt der Schwerpunkt lotrecht oberhalb der Kippkante ist das Gleichgewicht labil. Ein Mass für die Standsicherheit ist somit das zum Kippen eines Körpers notwendige Kippmoment. Die Bedingen der Aussermittigkeit werden in DIN 1054 festgelegt. Die Frage der Kippsicherheit nähert sich der Grundbruchsicherheit, da durch die Schiefstellung eine Schwerpunktverlagerung stattfindet, die die Aussermittigkeit weiter erhöht. Der Schiefe Turm von Pisa ist ein bekanntes Beispiel für die Schiefstellung eines turmartigen Bauwerks. Die Kippsicherheit spielt auch bei der Beurteilung von Gefahren, die von freistehenden Felstürmen ausgehen, eine bedeutende Rolle. |
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