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1) Allgemein: Einteilung aller Elemente einer Gesamtheit in eine a priori unbekannte Anzahl von Gruppen (Klassen, Kategorien) nach gewissen Merkmalen. Ein konkretes Element wird danach nur zu einer bestimmten, entsprechenden Klasse (Teilklasse) zugeordnet. 2) Fernerkundung: übergeordneter Begriff von unüberwachter Klassifikation und überwachter Klassifikation. 3) Ingenieurgeologie: Klassifizierung, Gruppeneinteilung der Böden für bautechnische Zwecke. Die Bodenklassifikation bietet eine rein stoffliche Information, die für viele Aufgaben im Erd-und Grundbau völlig genügt und erhebliche Vorteile bringen kann. International übliche Grundlagen für die Bodenklassifikation sind Korngrössenbereiche, Korngrössenverteilung, plastische Eigenschaften, organische Bestandteile und die Entstehung. Ein Vergleich der in verschiedenen Ländern festgelegten Korngrössenbereiche zeigt keine wesentlichen Unterschiede. Der Korndurchmesser von 0,002 mm bildet allgemein die (physikalische) Grenze zwischen Ton und Schluff; die wirkliche Abgrenzung wird allerdings durch die Konsistenzeigenschaften bestimmt. Der Sand wird überwiegend durch den Korngrössenbereich von >0,06 mm bis 2 mm, der Kies durch den Korngrössenbereich >2 mm bis 60 mm Durchmesser definiert. Fraktionen mit grösserem Korndurchmesser gehören zu den Steinen und Blöcken. Die Grenze zwischen Stein und Block ist nicht einheitlich festgelegt. |
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