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Wissenschaft vom Klima, hauptsächlich innerhalb der Meteorologie und Geographie (Klimageographie). Die Klimatologie ist in ihrer gesamten Bandbreite aber interdisziplinär, so z.B. in Zusammenhang mit den Rekonstruktionsmethoden der Paläoklimatologie (unter Beteiligung von Geologie, Glaziologie, Biologie u.a.), der Klimadiagnose und der Erstellung von Klimamodellen (unter Beteiligung der Ozeanographie, Glaziologie, Mathematik, Physik, Chemie). Wegen der Auswirkungen von Klimaänderungen reicht die Klimatologie sogar über die Naturwissenschaften hinaus (Ökonomie, Soziologie, Politik).
In Ergänzung zu den direkten Messwerten der Klimaelemente (Neoklimatologie) greift die historische Klimatologie auf historische Informationen, die für die Rekonstruktion der Klimageschichte von Interesse sind, zurück. Häufig sind diese Informationen jedoch verbal bzw. indirekt, so dass eine genaue quantitative Zuordnung zur Neoklimatologie bzw. Paläoklimatologie schwer fällt. Beispiele für Informationsquellen sind die Witterungstagebücher verschiedener Gelehrter, wie z.B. C. Ptolemäus (151-127 v.Chr.) in Alexandria, W. Merle (1337-1344) in England oder J. Kepler (1617-1626) in Linz, Annalen bzw. Chroniken der öffentlichen Verwaltung, Inschriften und Markierungen, Mythen und Legenden und schliesslich am weitesten, nämlich ca. 5 Jahrtausende zurück reichend, die Höhlenmalereien in den heutigen Wüstengebieten Nordafrikas, die wegen der dort dargestellten Viehherden auf damals feuchteres Klima schliessen lassen. |
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