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in der Kartographie und im Rahmen der kartographischen Kommunikation die Gesamtheit äusserer Bedingungen von Übermittlungsprozessen bei der georäumlichen Erkenntnis- und Bewusstseinsbildung oder der raum- bzw. umweltbezogenen Verhaltens- und Handlungssteuerung mit Hilfe von Kommunikationsmedien. Kommunikationssituationen ergeben sich aus dem gesellschaftlichen Anlass und Rahmen für die Kommunikation, dem Kommunikationskontext. Äussere Bedingungen der kartographischen Kommunikation bestehen in einer traditionell-statischen oder bildschirmorientiert-dynamischen, einer standortgebundenen oder standortunabhängigen Kartennutzungsumgebung sowie in der optischen, akustischen oder auch haptischen (tastbare Blindenkarte) Präsentation der Kommunikationsmedien. So bedingt die geowissenschaftliche Kartierung im Gelände beispielsweise eine andere Nutzungsumgebung als die standortgebundene Kartennutzung am Arbeitsplatz und erfordert spezifische Präsentationsformen, die den permanenten Abgleich von Gelände und Karteninformationen unterstützen. In der experimentellen Kartographie wird dabei unterschieden zwischen Kommunikationssituationen, die der System- bzw. Kartennutzer selbst steuern kann und Situationen, die mindestens teilweise vom System gesteuert werden. Untersuchungsgegenstand ist dabei u.a. der Zeitraum der Präsentation zu kommunizierender Informationen, verbunden mit der Möglichkeit der Wiederholung von Präsentations- und Kommunikationsvorgängen. |
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