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nach der Semiotik und der kartographischen Zeichentheorie im Rahmen der Semiose die Beziehung von (kartographischen) Zeichen (Kartenzeichen) zu sekundären, im Sinne von aus primären Bedeutungen folgenden oder mit diesen verbundenen Bedeutungen. Im Unterschied zur Denotation werden dabei im Rahmen eines komplexen gedanklichen Prozesses über die unmittelbare Zeichenbedeutung hinaus weitere spezifische Zeichenbedeutungen konnotiert, die für den interpretierenden Menschen mit dem Zeichen zusätzlich verknüpft sind. Diese mit der unmittelbaren Zeichenbedeutung verbundenen Zeichenbedeutungen basieren auf vorhandenem Wissen, Erfahrungen, Einstellungen und Meinungen. So konnotieren (kartographische) Zeichen, die im Hochwasserschutz Gefahrenpegelstände denotieren, abhängig von entsprechenden Codierungskonventionen, beispielsweise die Erforderlichkeit bestimmter Hochwasserschutzmassnahmen. In der kartographischen Forschung werden Zusammenhänge der Konnotation mit dem Ziel untersucht, Qualität und Umfang der vom Kartennutzer konnotierten Informationen, beispielsweise durch unterschiedlich ikonische Zeichen, steuern zu können. Für die Kartographie gewinnt die Untersuchung von Konnotationsprozessen vor allem im Zusammenhang mit der Entwicklung und Nutzung von multimedialen und interaktiven kartographischen Medien an Bedeutung. |
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