geodätisches Bezugssystem zur mathematischen Beschreibung der Lage von Punkten auf einer Bezugsfläche, zumeist einem Referenzellipsoid. Als Lagekoordinaten verwendet man häufig Flächenkoordinaten. Lagebezugssysteme werden durch Lagefestpunktfelder realisiert. Ein Beispiel einer solchen Realisierung ist das im amtlichen Vermessungswesen der Bundesrepublik Deutschland verwendete DHDN 1990. Die auf diese Weise realisierten Lagebezugssysteme werden zunehmend durch Bezugsrahmen abgelöst, die mit Hilfe des Global Positioning Systems (GPS) erstellt wurden. Diese Bezugsrahmen bestehen aus vermarkten Punkten an der Erdoberfläche, deren dreidimensionale Koordinaten in einem globalen geozentrischen Koordinatensystem mit Lagegenauigkeiten von wenigen Zentimetern festgelegt sind. Beispiele sind der internationale BezugsrahmenITRF, der europäische BezugsrahmenEUREF bzw. der deutsche BezugsrahmenDREF.