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Johann Heinrich, Philosoph und Naturforscher, * 26.8.1728 Mulhouse (Elsass), † 25.9.1777 Berlin; erwarb sich autodidaktisch, zuletzt als Hauslehrer in Chur (Schweiz) eine umfassende Bildung. Seit 1764 in Berlin, wurde er 1765 zum ordentlichen Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Berlin berufen und 1770 zum Oberbaurat ernannt. Er betrieb naturwissenschaftliche Forschungen auf mehreren Gebieten. Geodätisch-kartographisch bedeutsam sind seine "Abhandlung von den Barometer-Höhen..." (1763) und "Abhandlung von dem Gebrauch der Mittagslinie beim Land- und Feldmessen" (beide 1763). Für die Farbenlehre war die Aufstellung einer Farbpyramide zukunftsweisend. Tiefgründige Gedanken zur Projektionslehre enthalten die "Anmerkungen und Zusätze zur Entwerfung der Land- und Himmels-Charten" (1772) mit einer Beschreibung der Azimutalentwürfe, die von ihm richtig als die günstigsten Gradnetzverebnungen für Kugelkalotten bis zur Grösse von Halbkugeln erkannt wurden. |
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