| |
künstliche Gewinnung landwirtschaftlicher Nutz- oder Siedlungsfläche an Meeres- oder Binnenseeküsten durch Aufschüttung und/oder Eindeichung. An gezeitenreichen Seichtwasserküsten, wie z.B. an der deutschen Nordseeküste, dienen in das Watt vorgebaute Lahnungen und Grüppen als Sedimentfänger, bis die entstehende Salzmarsch eine Höhe von ca. 0,75 m über der mittleren Hochwasserlinie erreicht hat. Das Gebiet wird dann eingedeicht, so dass ein Koog entsteht, der zum Teil auch noch künstlich aufgefüllt wird. An der niederländischen Nordseeküste werden flache Meeresbuchten durch Eindeichung trockengelegt (Polder; z.B. die Eindeichung der Zuider-See zum Ijsselmeer mit grossflächiger Polderbildung). Das neue Land liegt unter der Mittelwasserlinie, weswegen ein Entwässerungssystem mit Sielen und Schöpfwerken, das Regenwasser einsickern lässt und vom Meer her eindrückendes Salzwasser abführt, unabdingbar ist. |
|