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eine tachymetrische Geländeaufnahme mit Hilfe von Messtisch und Kippregel (Messtischausrüstung), bei der die Messungen sofort im Felde ausgewertet und auf dem Messtisch im Kartenmassstab kartiert werden. Dabei wird das Kartenbild angesichts des Geländes als Bleientwurf entwickelt. Die unmittelbare Verbindung des Kartenentwurfs mit den Messungen gestattet es, fehlende oder fehlerhafte Messpunkte leicht zu erkennen und im Zuge des Krokierens zu beseitigen. Art und Umfang der Messungen werden dadurch auf das für den Kartenentwurf erforderliche Minimum beschränkt. Die klassische Messtischaufnahme hat sich bis zum Anfang des 20. Jh. zu einer international üblichen topographischen Aufnahmemethode für Karten im Massstab 1:25.000 und kleinerer Massstäbe entwickelt. Die Messtischaufnahme wird heute nur noch selten, z.B. für topographische Ergänzungsmessungen in unwegsamen Gelände, angewendet. Für die rechnergestützte Weiterverarbeitung der analogen Daten ist die Analog/Digital-Wandlung nach dem Digitalisierverfahren erforderlich. |
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